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mobiles wird weltweit kostenlos verschickt

Am Anfang stand die Idee… 

Bereits vor der Gründung von mobiles im Jahr 1975 gab es am Fachbereich Fahrzeugtechnik der Fachhochschule Hamburg erste journalistische Aktivitäten. In lockerem und ungezwungenem Umfang wurde Panorama, das erste Fachbereichsmagazin herausgegeben. Während die Inhalte größtenteils Erfahrungen der schreibenden Studenten aufgriffen, so etwa Reiseberichte von Rennbesuchen und ähnliches, enthielt Panorama abgesehen von der Vorstellung einiger weniger studentischer Projekte und Entwürfe noch wenig fachlichen Inhalt. „Vom Erscheinungsbild entsprach dies eher einer einfachen Schülerzeitschrift“, so Klaus-Volker Gevert – ein ehemaliges Mitglied der Panorama-Redaktion und späterer langjähriger Vorsitzender des Förderkreises Wagenbauschule. Von loser Blatt-Sammlung jedoch keine Spur – technisch ebnete die in einer Druckerei erstellte und geheftete Panorama der späteren mobiles bereits den Weg… 

 

Die Stunde null… 

1975 war es dann soweit: Unter der Federführung der Gründungsmitglieder Robert Orten, Joachim Sattler, Gerhard Tecklenburg (heute Professor und Leiter des CAD-Labors am Fachbereich) und Holger Ziems erschien die in einer Auflage von 1000 Stück im Fotodruck erschienene Ausgabe 1 von mobiles. (Die Ausgabe kann übrigens im PDF-Format in unserem Downloadbereich in der Rubrik Service vollständig herunter geladen werden). Motiviert durch ihren damaligen Designdozenten Herrn Strauß und unterstützt durch den damaligen Fachbereichssprecher Herrn Prof. Bockwoldt stürzte sich die Arbeitsgruppe in das Projekt. Frei nach der Definition des Dudens für den Titel mobiles, sollte die neugeborene Informationsschrift beweglich und munter sein, in Aufregung versetzen und ganz und gar nicht steif und erstarrt sein. Auf fachlicher Ebene sollte mobiles das Studium um aktuelle Informationen ergänzen, über „Berufschancen, -aufgaben und -möglichkeiten des Ingenieurs in der Fahrzeugtechnik, Exkursionen und Studienarbeiten“ sowie „über technische Neuigkeiten aus dem Fahrzeugsektor“ berichten. Zusätzlich sollte der Informationsfluss zwischen der Hochschule und der Wirtschaft angekurbelt werden. Fortan setzte man sich das Ziel, jedes Semester eine Ausgabe von mobiles zu veröffentlichen… 

 

…und jede Menge Arbeit

Leider erwies sich sehr schnell, dass aufgrund des immensen Zeitaufwandes, der für die Erstellung von mobiles notwendig war und ist, ein Erscheinen von mobiles in jedem Semester nahezu unmöglich war. So wurde die Erscheinungsweise kurzerhand auf ein jährliches Intervall umgestellt und der Erscheinungstermin auf die immer im September im Wechsel stattfindende Internationale Automobilausstellung für PKW oder Nutzfahrzeuge in Frankfurt am Main bzw. Hannover gelegt. Dies hatte den positiven Nebeneffekt, dass in der Regel die Sommersemester-Ferien für die Produktion von mobiles zur Verfügung standen und auch heute noch stehen. Um das Studium der Mitglieder nicht allzu sehr in Mitleidenschaft zu ziehen und in Vollzeit an der professionellen Erstellung jeder Ausgabe von mobiles arbeiten zu können, „opfert“ jede Generation von ehrenamtlich und unentgeltlich arbeitenden mobilisten gerne gut die Hälfte ihrer rund 10-wöchigen Sommerferien. Doch umsonst ist diese Arbeit keinesfalls – neben einer interessanten Tätigkeit bereichert die Mitarbeit in der Redaktion das Studium ungemein und knüpft wertvolle Verbindungen in die Industrie. Doch auch der Spaß kommt nicht zu kurz: Neben einem tollen Teamgeist stehen nach wie vor Exkursionen und Messebesuche auf dem Programm – eine Zeit, die kein ehemaliges Mitglied der Redaktion hätte missen wollen!

 

Wachsender Erfolg

Der überaus durchschlagende Erfolg, den mobiles sowohl bei der Studierendenschaft und den Dozenten als auch in der Industrie hatte, sorgte alsbald dafür, dass die Auflage von den anfänglichen 1000 Exemplaren mit der Ausgabe 5 auf die beachtliche Zahl von 3000 Exemplaren angehoben wurde. Neben Studierenden der damaligen Fachhochschule Hamburg sollte auch jedes Mitglied des Förderkreises Wagenbauschule, der die Produktion von mobiles durch finanzielle Zuschüsse tatkräftig unterstützte und auch heute noch unterstützt, ein Exemplar von mobiles erhalten. Aufgrund der hohen Produktionskosten musste jedoch trotz allem noch eine Schutzgebühr für mobiles verlangt werden, um die Herstellung und den Versand finanzieren zu können. Passend zum 10-jährigen Jubiläum des Magazins im Jahr 1985 wurde die Auflage von mobiles abermals erhöht: Stattliche 4500 Exemplare wurden fortan von jeder Ausgabe gedruckt. Zur 100-Jahrfeier der Fachhochschule Hamburg erschien im Mai 1996 zum ersten und bisher einzigen Mal eine Sonderausgabe von mobiles – das vierseitige Extrablatt mit einer Auflage von 1000 Exemplaren beschäftigte sich nicht mit den regulären mobiles-Themen sondern beleuchtete vielmehr die Arbeit der Redaktion und erlaubte es, einen Blick hinter die Kulissen von mobiles zu werfen. Zur Jubiläums-Ausgabe 25 im Jahr 1999 erfolgte eine weitere Auflagensteigerung auf 6000 Exemplare, bevor mobiles mit der Ausgabe 31 und einer Gesamtauflage von 8000 Stück seinen bisherigen Höhepunkt in der Verbreitung erreicht hat. 

 

Technische Evolution

Während die ersten Ausgaben von mobiles noch in filigraner Handarbeit mit Schere, Kleber, Papier und Schreibmaschine entstanden – an den Einsatz von Computern im Layout war noch lange nicht zu denken – wandelte sich die Herstellung von mobiles mit dem Stand der technischen Entwicklung. Problematisch war und ist hierbei jedoch, dass die meisten Studierenden, die sich für ein Studium im Bereich Fahrzeugtechnik oder Flugzeugbau entscheiden, über keinerlei Vorerfahrung in der Produktion und Erstellung von Printmedien verfügen. Dank hervorragender Hilfe von allen Seiten konnten jedoch stets alle technischen Probleme gemeistert werden und ein immenses Know-How in der Redaktion erarbeitet werden, das mittlerweile über Generationen von Redakteuren weiter vererbt wird. So hat sich die Produktion von mobiles vom ursprünglichen Bleisatz über den Fotosatz bis hin zur volldigitalen Erstellung in modernsten Desktop Publishing-Verfahren gewandelt.